Naturpark Westensee

Genussradeln im Seenparadies

Genau zwischen den Städten Kiel, Rendsburg und Neumünster liegt de rNaturparkWestensee. Sein Herzstück ist der sieben Quadratkilometer große Westensee, der Namensgeber für den Naturpark und den gleichnamigen Ort ist. Hier warten auf den entdeckungsfreudigen Radfahrer ideale Bedingungen. Björn Nehrhoff von Holderberg stellt drei Radtouren vor.

062-069-Westensee

Text/Bilder: Björn Nehrhoff von Holderberg

Tour 1: Kreisfahrt um den Westensee

Gestartet wird im gleichnamigen Ort in der Dorfstraße. Der Parkplatz befindet sich unmittelbar am See und am Gasthaus Westensee. Das hat den Vorteil, dass der müde Radler hier am Ende seiner Rundfahrt Hunger und Durst mit Ausblick auf den See stillen kann. Doch zunächst einmal will die herrliche Naturlandschaft erkundet werden. Wer sein Velo besteigt und gegen den Uhrzeigersinn pedaliert, sieht bald die hübsche, 1232 erbaute St.-Catharinen-Kirche. Das sakrale Zentrum der Gemeinde wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach umgebaut und zeigt sich heute als gedrungener Ziegelbau, umgeben von Mauern aus Feldsteinen.

Nur ein Stückchen weiter zweigt rechts der Weg zum Tüteberg ab, der mit seiner Höhe von 88 m ü. NN den schönsten Aussichtspunkt des ganzen Naturparks bietet. Als Radler müssen wir dafür ein wenig in die Pedale treten, denn der Westensee befindet sich auf nur 4 Metern über dem Meer. Für schleswig-holsteinische Verhältnisse geht es dann auch zackig bergan. Mit unter muss man wegen des engen, verwurzelten Pfads das Rad ein kleines Stück schieben, bis man auf der grünen Hügelkuppe des Tüteberges ankommt. Oben weiß man sofort, dass sich dieser Abstecher gelohnt hat, denn der weite Blick über den Westensee und die umliegende Feldmark ist vorzüglich.

Zurück zum See geht es nun zur Belohnung abwärts, so dass man schnell den ausgeschilderten Rundweg erreicht und diesem weiter aus dem Ort hinaus folgen kann. Nun geht es gesäumt von schönen Alleen entlang des Südufers des Westensees weiter, allerdings immer mit etwas Abstand zum Wasser. Trotzdem bietet sich immer wieder einmal der ein oder andere Ausblick auf die schillernde Oberfläche.

Besuch an der Raubritterburg

Hinter der Ortschaft Wrohe verschwindet der Fahrradweg erst einmal im tiefen Buchenwald und verläuft zwischen dem kleinen Schierensee und dem Westensee hindurch. Bald empfiehlt es sich, sich links dem kleinen Pfad anzuvertrauen, der auf einen Moränenhügel hinaufführt und dann zur ehemaligen Raubritterburg Hoheburg leitet, eine von gleich zwei Festen, die sich Mitte des 14. Jahrhunderts dieser unrühmlichen Methode zum Broterwerb bedienten. Während die Hoheburg hier auf einem Hügel stand, thronte die Lohburg unmittelbar unter Bossee auf einer Insel. Heute ist bis auf ein paar Erdhügel nicht mehr viel zu sehen aus dieser Zeit. Neben den Erdresten der Hoheburg findet man dafür aber einen schönen Aussichtspunkt, und wer ganz bis zum Ende des Pfads weiter fährt, erreicht auch einen idyllischen Steg am Wasser, an dem sich ausgezeichnet pausieren lässt. Haubentaucher füttern ihre Jungen mit kleinen Fischen, während ein Seeadler über der Landschaft kreist und bald alle Wasservögel in den Schutz des Schilfs treibt.

Über eine Schleife kommt der Radfahrer dann zurück zum Hauptweg und folgt diesem aus dem Buchenwald hinaus nach Hohenhude. Hinter dem Fünf-Häuser-Dorf kommt man linker Hand schnell hinunter in das Eidertal. Mit 188 Kilometern Länge ist die Eider der längste Fluss in Schleswig-Holstein, den man hier über eine einsame und romantische Brücke mitten im weiten Eidertal quert. Nun rollt man eine Weile zwischen Wiesenflächen, ehe der Weg auf einen Redder (so werden in Schleswig-Holstein Wege bezeichnet, die auf beiden Seiten von Hecken gesäumt werden) und hin zum Gut Marutendorf führt.


GPS-Daten | Länge 25 km (Tour 1) | Webcode #8907 | GPX Track herunterladen
Das Passwort (eine PIN-Nummer) zum Download des GPX-Tracks finden Sie in der aktuellen Bike&Travel-Ausgabe (2/2017) auf Seite 4 (Inhaltsverzeichnis), ganz links unten.


Den vollständige Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 2/2017 des Bike&Travel Magazins.

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