Favoritenrennen: Die Top-Fahrer der diesjährigen Tour de France

Die sommerlichen Temperaturen verkünden es bereits: Die Radsportsaison ist gestartet und verleiht den warmen Monaten einen sportlichen Höhepunkt. Mit dem bevorstehenden Start der Tour de France geht das Favoritenrennen in die heiße Phase und lässt die Spekulationen um mögliche Sieger, Überraschungserfolge und Punktesieger aufflammen.

Die weiten Lavendelfelder Frankreichs zeichnen sich vor dem Horizont ab, während sich die massiven Bergkuppen des Mont Ventoux in den Himmel strecken. Für die malerischen Landschaften haben die Tour-de-France-Fahrer leider keinen Blick. Mit eisernem Willen und viel Ehrgeiz fahren sie ihrem Ziel auf der insgesamt 3.470 Kilometer langen Strecke, die in Paris endet, entgegen. Auf 21 Etappen versuchen sich die Teams zu überbieten, zu überholen und neue Rekorde aufzustellen. Aber wer wird bei der 107. Ausgabe des Radrennens in Führung gehen? Ein Blick auf die Top-Favoriten macht deutlich: An der Spitze fährt in diesem Jahr kein Unbekannter.

Mit Egan Bernal führt das Rennen ein wahrer Spitzensportler an. Erstmals tauchte der Name vor 3 Jahren bei der Tour de France 2018 auf, als der Kolumbianer zum helfenden Teammitglied von Geraint Thomas im Team Ineos aufstieg. In diesem Jahr werden die beiden Sportprofis als Doppelspitze das britische Team anführen. Der verletzte Chris Froome, der eigentlich den Platz an der Spitze einnehmen sollte, muss sich derweil in die hinteren Reihen einfügen. Für Bernal, der mit einer Wettquote von 3,50 (Stand: 21.7.) als Gesamtsieger in diesem Sport vorne liegt, eine echte Karrierechance. Teamkollege Geraint Thomas folgt etwas weiter hinten mit 9,00.

 

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Abb.: Pixabay

 

Überraschungsfahrer zeigt Potenzial

Neben den altbekannten Namen präsentieren sich jedoch auch neue Gesichter, die den Radsport aufmischen wollen. Der slowenische Fahrer Primož Roglič gilt dabei als spannendster Teilnehmer, der bisher eigentlich im Wintersport zu Hause war, aber sich dennoch als klaren Favoriten auf der Strecke sieht. Bevor er 2013 sich dem Radsport zuwandte, sorgte er beim Skisprung für Aufsehen und sicherte sich sogar einige Medaillen. Ein Unfall im Jahr 2011 sorgte allerdings für das frühzeitige Aus seiner Karriere. Der Wechsel zum Radsport blieb glücklicherweise keineswegs erfolglos.

Er fuhr für das slowenische Radsportteam Adria Mobil und wechselte 2016 ins Team Lotto NL-Jumbo, welches für die Niederlande im Einsatz war. Seine erste Teilnahme bei der Tour de France 2017 brachte ihm den 17. Platz ein. 2019 nahm er nicht an dem internationalen Rennen teil und wird 2020 umso heißer gehandelt. Ob die Außenseiterposition Überraschungen bereithält, wird sich bald zeigen.

 

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Abb.: Pixabay

 

Frankreich setzt auf Pinot

Das Rennen durch die französischen Regionen erfordert eigentlich einen Sieg, der einem Franzosen gebührt. Im vergangenen Jahr lagen alle Hoffnungen auf Thibaut Pinot, der auf dem Weg nach Paris eine Meisterleistung hinlegte. Doch die Ereignisse bei der 19. Etappe sorgen noch ein Jahr später für Gänsehaut und feuchte Augen bei den Fans. Eine schmerzhafte Muskelverletzung stoppte die erfolgreiche Fahrt des Franzosen und beendete für ihn die Tour de France vorzeitig.

Die Bilder gingen um die Welt und zeigten, wie emotional und ehrlich Sport sein kann. Wer dachte, dass nur harte Fußballer weinen, hat den ergreifenden Moment des Aus für Pinot nicht miterlebt. Aus diesem Grund drücken Landsmänner und Fans weltweit Thibaut Pinot umso fester die Daumen für einen Sieg bei der diesjährigen Tour de France 2020.

 

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Abb.: Pixabay

 

Sportliches Event im Sommer

Die Spannung in den Teams ist hoch und Fans können den Startschuss kaum erwarten. Am 29. August gehen die Fahrer an den Start und werden sich ihren Weg auf den unterschiedlichen Etappen erkämpfen. Am 20. September 2020 jubeln Fans in Paris auf der Champs-Élysées dem Sieger dann entgegen. Eines ist dabei gewiss: Die Tour de France wird auch in diesem Jahr wieder für einige unvergessliche Momente sorgen. Spannung und Adrenalin ist dabei garantiert!

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