LANDSCHAFTSKINO im hohen Norden

Sechs Länder und zehn Geheimtipps mit Suchtpotential

Die Sommersonne scheint am Polarkreis rund um die Uhr. 24 Stunden lang. Immer! Auch weiter südlich wirken die Tage endlos, das Licht ist weich, die Wege nahezu leer. All dies ist wie eine Vitaminspritze, die Radler vorantreibt. Das Gefühl von Freiheit stellt sich ein. Doch wo liegen die schönsten Touren? Wo die spektakulärsten Landschaften? Thorsten Brönner stellt zehn besonders reizvolle Routen vor.

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Jede Region Nordeuropas versprüht ihren eigenen Reiz. Besonders leicht wird es Radfahrern in Dänemark gemacht. Ein Traum ist Kopenhagen – für viele die fahrradfreundlichste Hauptstadt der Welt. Wer der Königsstadt den Rücken zukehrt, der kann sich auf dem Land wochenlang austoben, denn zwischen der Nord- und Ostsee warten 10.000 Kilometer beschilderte Radwege. Das Kernstück bilden die elf nationalen Routen. Zu den Klassikern zählen die Fernwege Berlin–Kopenhagen, Heerweg, Fjordstien, Limfjordroute und Grenzroute. Wer den Öresund überquert, betritt mit Schweden das zweite Radlerland Nordeuropas. Hier kommt einem vor allem der 2.600 Kilometer lange Sverigeleden in den Sinn. Auch die Ostseeinseln Gotland, Öland, Bornholm sowie der Göta-Kanal lassen die Herzen der Genussradler höher schlagen. In Schweden findet man die leichteren Strecken Richtung Ostsee, im Süden und um die weitläufigen Seen Vänern, Vättern und Siljan.

Auch der westliche Nachbar Norwegen mit seinen Fjorden steht bei Reiseradlern hoch im Kurs. In dieser rauen Landschaft hat sich der Rallarvegen einen Namen gemacht. Flaches Radwandern verspricht die Tour am Telemark-Kanal. Dass die Lofoten und Vesterålen-Inseln spektakuläre Aussichten bieten, ist weithin bekannt, aber wer kennt schon den Kystriksveien am Polarkreis? Ganz im Süden des Landes lockt noch der Nordseeküsten-Radweg.

Auch in Finnland fällt die Wahl nicht leicht: Hier verspricht die Ostseeküste, die Via Finlandia, der Ochsenweg, die Mittelfinnland-Route und die Große Saimaa-Rundfahrt unbeschwerte Urlaubstage. Die Topografie des Landes ist im Süden wellig und die Anstiege nehmen Richtung Norden hin stetig zu. Finnlands Radregion Nr. 1 bilden die traumhaften Åland-Inseln. Findige Radler können einen Inseltrip von Turku hinüber nach Stockholm unternehmen. Wer das grenzenlose Reisen schätzt, der wird gefallen an den EuroVelo-Routen finden. Das fertige Netzwerk mit seinen 14 Langstrecken-Radwegen wird im Jahr 2020 nahezu den kompletten Kontinent erschließen. Durch den Norden Europas führen die Strecken 1, 7, 10, 11, 12 und 13.

Wer es abenteuerlicher mag, für den sind Island und die Färöer Inseln ein Traum. Auf Island schätzen Reisende neben der rund 1.300 Kilometer langen Ringstraße, das Hochland und die einsam gelegenen Westfjorde. Die Färöer Inseln gelten als Geheimtipp, rau, windumtost und spektakulär.

Die vollständige Tourenbeschreibung lesen Sie in der Ausgabe 1/2016 des Bike&Travel Magazins

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