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EDITORIAL

Natur entdecken und Klima schützen

»Radeln für die Zukunft« könnte man in Anlehnung an die »Fridays for Future«-Bewegung ausrufen. Sind Radfahrer doch Klimaschützer par excellence. Dabei wissen alle, die regelmäßig aufs Rad steigen, Radfahren ist nicht nur für Klima und Umwelt gut, sondern vor allem für einen selbst. Frische Luft, kein im Stau stehen und darüber hinaus, je nach Ausprägung, moderate Bewegung oder Sport. Dazu die Freude an Momentaufnahmen, sei es der Schauer, der mit Lichtstimmungen überrascht, der Wind, der anschiebt oder auch mal Graupel ins Gesicht treibt und Kraft fordert. Sei es das morgendliche Vogelorchester auf dem Weg zur Arbeit oder die fünf Rehe, die am Rande der Stadt doch noch Platz zum Leben gefunden haben. All dies sind Kohärenzerfahrungen, die glücklich machen, weil man sich als Teil des Ganzen erkennt.

 

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Übrigens, auf Kinder sollten wir, weil diese Debatte gerade aufkam, aus Klimaschutzgründen nicht verzichten. Kinder halten eine Gesellschaft lebendig und bilden, wie die Schülerdemos zeigen, das notwendige Korrektiv zur Erwachsenenwelt. Dies gilt auch innerhalb der Familie. Gerade, wenn man mit Kindern unterwegs ist, finden sich spannende Radrouten oft vor der Haustüre, denn das Spiel mit Wasser, Stock und Stein am Rande der Tour ist für sie wichtiger als das große Kino auf Reisen. Eine schöne Tour für Familien ist die Gartenschauroute (ab Seite 68). Dort lässt sich gut radeln und am Wegesrand warten viele Spielplätze und naturnahe Flusserlebnisse. So lernen bereits die Kleinen den großen Schatz der Natur kennen, die beste Voraussetzung für eine neue Generation von aktiven Natur- und Klimaschützern – das ist viel besser als aussterben.

In diesem Sinne: Rauf aufs Rad! Radfahren ist aktiver Klimaschutz und bringt Freude ins Leben.

Viele erlebnisreiche Stunden im Sattel wünscht Ihnen

Katja Goll | Autorin Bike&Travel