PORTO TOLLE

Die Perle am Rande des Po-Deltas
Im Frühsommer bietet Venetien farbintensive Sonnenaufgänge der besonderen Art

Das Po-Delta, auch Wasserland genannt, bietet eine reizvolle Landschaft für ausgedehnte Radtouren. Ein langes, verzweigtes Netz von Flussarmen und Kanälen, Naturschutzgebiete für Fische und Vögel und zahlreiche Pflanzenarten sorgen für eine ideale Urlaubs-Atmosphäre.

 

Ich schwinge mich in den Sattel und sofort spüre ich die frische Morgenluft auf meiner Haut, ihre Lebenskraft und die Freude am Anfang eines neuen Tages. Ich setze mich in Bewegung und genieße die bis zum Herzen steigende Energie: Das Herz schlägt stark und ist bereit, alle Emotionen, die ihm das Delta schenkt, aufzunehmen.

Porto Tolle, am äußersten Rand der 225 Quadratkilometer großen Region Venetien, abseits von Lärm und umgeben von den großartigen Armen des Pos, küsst bereits seit 400 Jahren still und sanft die Adria.

In Porto Tolle leben 10.000 Einwohner, verteilt auf kleine Ortsteile der drei Inseln Donzella, Polesine Camerini und Ca’Venier.

Unsere 125 km lange Fahrt startet in Ca’Tiepolo, dem Verwaltungssitz von Porto Tolle: Seinen Ursprung hat es im »Taglio di Porto Viro«, einer beeindruckenden Arbeit der Republik Venedig zwischen 1600 und 1604 zur Umleitung des Flusswassers.

Vom Marktplatz aus begebe ich mich auf den Damm, der am Arm des Po von Venedig entlang führt. Er hat große Dimensionen, erscheint harmlos, aber das täuscht.

Ich fahre nach oben, indem ich mich durch die Einbuchtungen bewegen, die mich auf den neuen Arm des Po di Gnocca bis ins Dorf Santa Giulia mit der charakteristischen Schiffsbrücke begleiten. Diese Route verläuft auf den Dämmen, die teilweise asphaltiert sind. Wenn das Gras für eine Durchfahrt zu hoch ist, empfehle ich, die unten liegenden Straßen zu nehmen. Diese Möglichkeit besteht auf der gesamten Strecke.

Denken Sie daran, dass die Ortsteile, die man erreicht, oft sehr klein sind, aber dennoch sehr viel bieten, wie etwa Ruhe, die Möglichkeit für eine kleine Erfrischung oder den Kauf von typisch regionalen Produkten, Restaurants, die lokale Spezialitäten – vor allem frischen Fisch – anbieten, und kleine architektonische Schmuckstücke, die Sie wie der Faden der Ariadne durch die Geschichte führen werden.

Von hier aus komme ich zur majestätischen Sacca degli Scardovari. Die Meeresbrise wird Sie auf einer Länge von 25 Kilometern begleiten und Sie werden nicht nur die Farben dieser Lagune bestaunen, sondern am Rande des Damms auch die kleinen Unterstellplätze für die Boote und Werkzeuge der Fischer bemerken.

Am Horizont sind die Gärten der D.O.P. Miesmuscheln zu sehen. Diese qualitativ hochwertigen Produkte des Deltas werden weltweit vermarktet. Auf dieser landschaftlich schönen Strecke kann der Blick zwischen endlosen Tälern umherschweifen, in denen einst Fischzucht betrieben wurde, die aber jetzt unter anderem für den Anbau des IGP Reis genutzt werden. Nachdem ich die Sacca durchfahren habe, streife ich Bonelli mit seiner großen Ferienanlage und den Strand Barricate, der im Sommer zu einem Strandbad wird.

Ich erreiche Scardovari und werde von dem kleinen Hafen und dem Fischmarkt in Empfang genommen. Vom Damm aus überquere ich eine Holzbrücke, die mich auf die Insel Polesine Camerini bringt und kreuze dann die Felder, um zur Sacca del Canarin zu gelangen, von wo aus die Fischer zur Muschelernte fahren.


Veranstaltung / Datum / Ort

Bikepark / 13.–14. Mai 2017 / Boccasette
Mussel Festival / 26.–28. Mai 2017 / Santa Giulia
Fischers und SS. Peter und Paul Festival / 29. Juni–3. Juli 2017 / Scardovari
Deltas Messe / 7.–10 September 2017 / Ca’Tiepolo
Reis Messe / 17.–24. September 2017 / Ca’Tiepolo


In diesem Ortsteil befindet sich das herrschaftliche Haus Camerini aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Gebäude mit der Tenne aus Terracottafliesen ist ein Beleg dafür, wie sehr das Leben und die Arbeit in diesen Gebieten gegenwärtig waren.

Ich überquere die große Brücke und fahre weiter in Richtung Tolle. Der Name der Stadt stammt wahrscheinlich vom kleinen Hafen, der im 18. Jahrhundert aus Holz – im lokalen Dialekt »tole« genannt – erbaut wurde.

Nach einigen Kilometern über die Brücke »Ponte dell’Unione« erreiche ich die Insel Ca’Venier. Als ich auf diese Brücke komme, beschließe ich, mich auf den unten stehenden Damm zu begeben, indem ich die Notstiege benutze, die ich etwa auf halber Strecke vorfinde, und fahre dann auf dem Dammweg weiter.

Wenn Sie die Treppen nicht hinabsteigen wollen, können Sie geradeaus weiterfahren und der Beschilderung nach Ca’Venier folgen: nach links, wenn Sie den Damm vermeiden wollen, oder – falls Sie ruhige Straßen bevorzugen – Sie biegen rechts ab und nehmen die Via Fasana immer geradeaus, bis direkt zum Ziel.

Ca’Venier ist sehr klein und beherbergt das herrschaftliche Haus Venier, das zwischen 1600 und 1700 gebaut wurde. Es ist vom Arm des Po di Maistra umgeben, den ich bis zum kleinen Ortsteil Boccasette mit seiner Kirche aus dem 17. Jahrhundert entlanggehe. Hier kann man alternativ bis zu den Stränden gelangen oder den Ortsteil durchqueren, indem man am Palazzo Restelli, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert, vorbeikommt und weiter nach Ca’Zuliani, mit seinem Palazzo Zulian aus dem 17. Jahrhundert, fährt.

Genießen Sie die Reise, atmen Sie tief durch und beobachten Sie die Natur. Sie können erstaunliche Begegnungen machen, wie z.B. mit dem Austernfischer, der sein Nest nirgendwo sonst in Italien baut, mit Reihern und vielen anderen.

Das Po-Delta wurde im Jahr 2015 von der UNESCO zum Weltkulturerbe und Biosphärenreservat ernannt und ist Heimat von 370 Arten von Brütern, Wandervögeln und anderen Vögeln, die dort überwintern.

Auf diesen Pfaden können Sie den Kontakt zur Natur, den tiefen Flussauen, die eine dichte Vegetation beherbergen und in denen man die hoch aufragende Esche, die Weißpappel, die Silberweide und vieles mehr findet, wiederentdecken.

Weiter geht es in Richtung Pila, indem man den Arm des Po von Pila entlanggeführt wird.

Besuchen Sie den Ortsteil und begeben Sie sich dann auf die Dammstraße, die diesen vollständig umgibt und laufen Sie die ganze Lagune Barbamarco entlang, von wo aus Sie den großen Leuchtturm sehen, der die Seeleute in ihren langen Arbeitsnächten begleitet.

Pila hat einen Fischmarkt und einen Hafen, in dem sich seit Jahrhunderten die Abläufe der Fischer, die tagtäglich in diesem einzigartigen Gebiete leben und arbeiten, wiederholen. Ich kehre nach Ca’Tiepolo zurück, von wo aus meine Reise begann.

Das, was ich gesehen habe, ist nur ein kleiner Teil. Beschränken Sie sich nicht auf die Orte, die Sie zu Land gesehen haben: es gibt Bereiche, die nur mit einem Boot erreichbar sind. Laden Sie dafür das Fahrrad auf eines der Boote, das Sie zur Entdeckung neuer Horizonte mitnehmen wird.

Advertorial-Porto-Tolle-karte

 


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